Kühlung ist geklärt — jetzt kommt das Teil, auf dem der ganze Rest liegt. Willkommen zu Teil 7 meiner PC-Bau-Serie. Niemand träumt nämlich vom Mainboard, oder? Man kauft Grafikkarte, CPU, vielleicht noch schnellen RAM — und das Board ist halt das Ding, auf dem der Rest liegt. Zumindest dachte ich das. Bis ich angefangen hab, mein Upgrade zu planen. Plötzlich entscheidet genau dieses Teil über alles: welche CPU passt, welcher RAM, wie viele SSDs ich anschließen kann. Und weil ich auf ne aktuelle CPU will, steht jetzt die Frage im Raum: neues Board oder reicht das alte? Spoiler: Es wird ein neues. Warum — und welche Kandidaten ich hab — erzähl ich dir hier.
MSI B850 Tomahawk · ASUS TUF B650-Plus · Gigabyte B850 Aorus Elite · ASRock B650 Pro RS · Intel B860
- MSI B850 Tomahawk – das moderne AM5-Board mit guter Ausstattung zum fairen Preis.
- ASUS TUF Gaming B650-Plus – der bewährte AM5-Klassiker mit solider Spannungsversorgung.
- Ein B860-Board – falls ich am Ende doch auf die Intel-Plattform wechsle.
Meine Frage an euch (den Support)
- Läuft der Ryzen 7 9800X3D auf dem MSI B850 Tomahawk direkt aus der Box — oder brauche ich doch BIOS-Flashback?
Die Logik ist eigentlich zwingend: Wechsel ich auf AM5, muss ein neues Board her. Sockel und DDR5 erzwingen das, da gibt’s kein Drumherum. Dann will ich aber auch nicht in zwei Jahren wieder kaufen. AM5 soll ja noch weitere CPU-Generationen bekommen — das macht das Board quasi zur Langzeit-Investition. Erster Kandidat ist das B850 Tomahawk mit PCIe 5.0, mehreren M.2-Slots und schnellem USB. Das B650-Plus ist die Sparvariante: kann fast alles, kostet deutlich weniger. Und da schwanke ich ehrlich noch, ob mir der Aufpreis das wirklich wert ist.
Was soll das neue Board besser machen? Erst mal: Slots. Ich will meine neue NVMe plus die alte SSD plus Reserve für das nächste Spiel, das wieder 150 GB frisst. Ohne Kompromisse. Dann die Kleinigkeiten, über die man erst nachdenkt, wenn sie nerven. Kennst du: ein M.2-Kühler, den man erreicht, ohne die halbe Grafikkarte auszubauen. Ein BIOS, in dem man sich zurechtfindet. Ein Flashback-Button, falls die neue CPU mit alter Firmware nicht startet. Mein Kumpel stand mal mit nem nicht bootenden System da, weil genau das gefehlt hat. Zwei Wochen auf ne Leih-CPU gewartet. Nein danke, ehrlich.
Beim Kauf les ich mir tatsächlich die langweiligen Teile der Tests durch. Wie schlagen sich die Spannungswandler unter Last? Sind die M.2-Slots gekühlt? Welche Lanes werden geteilt? Letzteres ist nämlich gemein — manche Boards bremsen die Grafikkarte, sobald ein zweiter M.2-Slot belegt ist, und das steht nur im Kleingedruckten. RGB-Header und WLAN-Version sind mir dagegen ziemlich egal, auch wenn die Werbung einem was anderes verkaufen will. Was ich außerdem gelernt hab: Günstige Boards sparen oft genau an den Stellen, die man erst nach dem Kauf merkt. Wackelige M.2-Schrauben, kein Flashback, dünne VRM-Kühlung. Da zahl ich lieber einmal dreißig Euro mehr und hab meine Ruhe.
Sobald CPU- und Board-Frage final geklärt sind, fehlt nur noch der Mut zur Bestellung — das teuerste Paket des ganzen Projekts, irgendwo auch ein kleiner Meilenstein. Danach wird’s ernst: ausbauen, umbauen und hoffen, dass beim ersten Start alles piept, was piepen soll. Drück mir schon mal die Daumen. Im nächsten Teil geht’s dann um das einzige Bauteil, das man wirklich sieht: ein neues Gehäuse mit ordentlich Airflow.
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